• Börse Frankfurt Sentiment-Analyse

    Marktstimmung am 8. September: „Gegangen, um zurückzukommen“

    Auch wenn unterm Strich nicht viel davon übrig geblieben ist, konnte der DAX im Verlauf des betrachteten Zeitraums einiges an Plus machen. Ohnehin hatte Joachim Goldberg nach unten mehr Luft gesehen als nach oben. So verwundert ihn nicht, wie viele professionelle Anleger sich abgesichert haben. 13 Prozent sind von der Longseite weg und davon 11 Prozent auf die Shortseite. Der Sentiment-Index dieser Anlegergruppe steht bei -31 Punkten. Ungefähr 10 Prozent der Anleger seien ohnehin sehr kurzfristig aktiv und würden versuchen, kleine Bewegungen zu nutzen. 

    Anders die privaten Anleger, von denen wenige Aktien gekauft und noch weniger ihre Short-Engagements geschlossen haben. Sie hätten die Schwäche genutzt, vermutet der Verhaltensökonom. Dieser Sentiment-Indes steht nun bei Null. 

    Marktstimmung am 25. August: „Die Dip-Käufer waren wieder da“

    „Rücksetzer statt Sell-off“ fasst Joachim Goldberg die Kursbewegung der zurückliegenden Woche zusammen, welche die Anleger aber zu Gewinnmitnahmen genutzt hätten. Mit 17 Prozent Zuwachs im Bullenlager der Profis und 14 Prozent geschlossenen Short-Engagements steht der Sentiment-Index dieser Anlegergruppe auf -7 Punkten. Von den Privatanlegern sind 10 Prozent von der Bärenseite weg, weshalb deren Sentiment-Index jetzt bei +1 Punkt steht. Der Verhaltensökonom wertet beide Stimmungslagen als relativ neutral.

    Die Anleger seien bemerkenswert agil, bei einer  etwas schwierigeren Ausgangslage aus verhaltenstechnischer Sicht. An der Oberseite sei jetzt zwischen 16.150 und 16.200 mit Aktienverkäufen zu rechnen und an der Unterseite fehle nun einiges an Nachfragepotential. Ab 15.500/15.550 Punkten läge jetzt die stützende Grenze.